Was ist eine Gravur?

Gravur und gravieren

Was ist eine Gravur werden wir häufig gefragt – Eine Gravur ist eine Veränderung von festen Oberflächen durch Materialabtrag, Farbabtrag, Farbumschlag oder durch das Aufschäumen von Material. Durch die lokal veränderte Oberflächenbeschaffenheit lassen sich Zeichen, Schriften und sogar Fotos erzeugen. Der Vorgang der Veränderung der Oberflächen wird „Gravieren“ genannt.
Eine spezielle Variante der Gravur, bei der nicht die Oberfläche sondern das Werkstoffinnere verändert wird, ist die Innengravur von Objekten aus einem Glasvollmaterial.

Welche Arten von Geschenken können graviert werden?

Für die Herstellung individualisierter und personalisierter Geschenke stellt die Gravur ein hervorragendes Verfahren dar. Vom Frühstücksbrett aus Holz über verschiedene Arten von Trinkgefäßen aus Glas bis zum Glasfoto in 2D- oder 3D-Optik kennt die Gravur fast keine Grenzen.
Durch moderne computergesteuerte CNC-Maschinen lassen sich in kurzer Zeit eindrucksvolle Produkte mit einer persönlichen Note herstellen.

Welche Materialien können graviert werden?

In Prinzip können alle Werkstoffe, die eine gewisse Festigkeit haben, mit einer Gravur versehen werden. Eine Auswahl an Materialien finden Sie hier:

  • Holz
  • Glas
  • Stein
  • Pappe
  • Faserplatten
  • Leder
  • Kunststoffe
  • Stahl
  • Kupfer
  • Bronze
  • Messing
  • Gold
  • Silber

Welche Verfahren und Werkzeuge kommen beim Gravieren zum Einsatz?

Die älteste Graviermethode der Neuzeit ist die Gravur mit einem Werkzeug, das Stichel genannt wird. Um eine Bearbeitung zu ermöglichen, muss der Stichel härter sein, als der zu bearbeitende Werkstoff. In der Regel kommen dabei speziell gehärtete Stähle zum Einsatz. Die jeweilige individuelle Form der Stichelspitze führt zu den entsprechenden Ausformungen am Werkstück und entscheidet maßgeblich über den optischen Eindruck beim Betrachter. Die ältesten Gravuren sind aus prähistorischer Zeit und zwischen 50.000 und 100.000 Jahre alt. Sie liegen in Form von Darstellungen an Fels- und Höhlenwänden vor.
Wurden früher Gravuren noch manuell durchgeführt, wird diese Tätigkeit heutzutage meist von Maschinen übernommen.
Ein modernes Gravurverfahren ist das Gravieren mit Laserlicht. Hiermit können sowohl Veränderungen von Oberflächen (z.B. zur Beschriftung) als auch im Werkstoffinneren (z.B. bei Glasfotos) vorgenommen werden. Bei Glasinnengravuren dringt ein Laserstrahl unterschiedlich tief und örtlich gesteuert in ein Glasblock ein und erzeugt durch Schmelzen bzw. Verdampfen eine Fehlstelle im µm-Bereich, an der es bei Lichteinfall zu einer veränderten Brechung kommt. Aus der Summe aller Fehlstellen ergibt sich ein 2- oder 3 dimensionales Abbild.
Ein eher unbekannteres Verfahren ist das elektrische Gravieren mittels Funken. Vorrausetzung ist das Vorhandensein einer Strom leitenden Oberfläche. Hierbei kommt ein schwingend gelagerter Stift zum Einsatz, der über das zu bearbeitende Material geführt wird. Der entstehende Abrißfunken verändert die Oberfläche durch Schmelzen bzw. Verdampfen des Materials.

Wofür wird gravieren verwendet?

Das Gravieren von Werkstoffen ist heute weit verbreitet und wird in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt:

  • Beschriftung (z.B. Bauelemente, Produkt- und Typenschilder, Verpackungen, Grabsteine)
  • Kennzeichnung (Schmuck aus Edelmetallen)
  • Prototypenherstellung (Leiterplatten)
  • Mode und Schmuck (Verzierung von Accessoires aus Gold und Leder)
  • Individualisierte und Personalisierte Geschenke